ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN ODER IDEEN BEWERTEN



Oft haben wir schon die PPCO Methode genutzt, die wir bei den Coaches von Creaffective lernen durften. Wir möchten die Methode mit euch teilen, weil sie einfach verständlich und leicht anzuwenden ist und uns bei der Entscheidungsfindung oder Bewertung von Ideen schon oft geholfen hat.


Eigentlich ist sie dafür gedacht, Ideen nach einem Brainstorming zu bewerten, aber wir haben festgestellt, dass man sie auch gut einsetzen kann, wenn man vor einer Entscheidung steht.

PPCO steht für Pluses, Potentials, Concerns und Overcome Concerns. Mit anderen Worten: was finde ich gut an der Idee/Entscheidung (Pluses), was sind die Potentiale (Potentials), welche Bedenken (Concerns) gibt es und wie kann ich die Bedenken überwinden (Overcome Concerns).


Photo: By Dstudio Bcn on Unsplash


Die Methode hilft dabei, deine Gedanken zu sortieren und einer Entscheidung oder Bewertung näher zu kommen. Bei Entscheidungen ist es wichtig, sich auszumalen, welche möglichen Auswirkungen eine Entscheidung nach sich zieht. Das könnten Potentiale sein, aber auch Gefahren. Klarheit zu schaffen hilft dabei, eine fundiertere Entscheidung zu treffen.

Bei der Bewertung von Ideen bietet PPCO eine gute Möglichkeit Feedback zur Idee einzuholen, ohne den Urheber der Idee zu demotivieren und mögliche Bedenken zu nennen und diese aus dem Weg zu schaffen.



Und so ist die Vorgehensweise:

Pluses:

Schreibt zunächst die Vorteile und Stärken der Idee/möglichen Entscheidung auf. Was gefällt euch?

Potentials:

Welche Möglichkeiten, Chancen, Potentiale ergeben sich aus der Idee/Entscheidung? Schön wäre wenn die Sätze beginnen würden mit: "Es könnte sein, dass...", "XY könnte...", etc.

Concerns:

Welche Bedenken gibt es im Zusammenhang mit der Idee/Entscheidung? Was könnten mögliche Probleme und Schwierigkeiten sein? Idealerweise werden Bedenken als offene Frage wie beispielsweise: "Auf welche Weise könnten wir/könnte ich, ...", "Wie könnten wir/könnte ich...", "Wie könnte..." formuliert, um nicht in den Bedenken stecken zu bleiben, sondern tatsächlich Lösungen findet und die Bedenken überwindet.


Overcome Concerns:

Um die Bedenken zu überwinden sollte ihr euch/solltest du dir die wichtigsten Bedenken heraussuchen und gleich Ideen erarbeiten, wie man die Bedenken/Probleme lösen könnte. Wichtig ist, dass am Ende konkrete Maßnahmen abgeleitet werden, die erfolgsversprechend sind.

Praktische Tipps:

Schreibt Pluses, Potentials, Concerns und Overcome Concerns auf Post-Its auf. Oder malt euch die 4 Kategorien auf ein Blatt auf.


Eine Schritt für Schritt Vorgehensweise ist hilfreich: beginnt mit den Pluses. Nachdem ihr die Pluses abgeschlossen habt, bearbeitet die Potentials, danach die Concerns und endet mit Overcome Concerns. Natürlich sollte man nicht dogmatisch vorgehen. Wenn einem im Laufe des Prozesses noch etwas einfällt sollte man das selbstverständlich ergänzen. Jeder Input ist wichtig.

In Workshops könnt ihr wie folgt vorgehen: Teilt ein Flip Chart oder eine Metaplanwand in 4 Teile ein:



Versucht die Methode doch auch Mal aus.

Wer mehr über Kreativmethoden wissen möchte findet in diesem Buch von creaffective viele Inspirationen: Denkwerkzeuge | creaffective GmbH

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